The Last Generations

Jul 08, 2026

imageIn den letzten Wochen ist The Last Generations näher an seinen Kern gerückt.
Der Film wird keine weitere Dokumentation über die Klimakrise. Er fragt nicht, warum wir zu wenig wissen. Er fragt, warum unser Wissen so folgenlos bleibt.

Wir analysieren die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, berechnen sie, verwalten sie – und machen weiter. Wir nennen es Wachstum, Sicherheit, Transformation oder Entwicklung. Doch dahinter steht oft dieselbe Bewegung: Land wird genommen, Wasser vergiftet, Menschen werden vertrieben, Tiere verschwinden. Und irgendwo weit entfernt entsteht daraus Wohlstand.

Mit Ina Maria Shikongo aus Namibia hat der Film nun eine Stimme gefunden, die genau diese Verbindung mit großer Wucht sichtbar macht. Ina ist Künstlerin, Aktivistin und eine Frau, deren Biografie tief in die Geschichte von Befreiungskampf, Exil, Kolonialismus und Rückkehr eingeschrieben ist. Sie kämpft heute gegen fossile Projekte, Landraub und eine Form von Entwicklung, die alte koloniale Muster nur neu verkleidet.

Durch sie wird noch deutlicher, dass die Klimakrise nicht erst mit steigenden Temperaturen beginnt. Sie beginnt dort, wo Menschen von ihrem Land getrennt werden. Wo Flüsse, Tiere, Böden und Gemeinschaften nicht mehr als lebendige Beziehungen verstanden werden, sondern als Ressourcen. Wo Erinnerung stört, weil sie daran erinnert, wem dieses Land gehört, wer dort gelebt hat, wer vertrieben wurde und wer noch immer nicht verschwunden ist.

Das verbindet Ina mit Juan Pablo Gutierrez, der aus dem Exil für das Überleben seines Volkes, der Yukpa in Kolumbien, kämpft. Und es verbindet beide mit Gesa und Malte, zwei jungen Menschen in Europa, die nicht bereit sind, sich an eine Zukunft anzupassen, die ihnen vor ihren Augen genommen wird.

Diese Geschichten stehen nicht nebeneinander. Sie sprechen miteinander. Sie zeigen verschiedene Orte derselben Verwundung. Und sie zeigen verschiedene Formen von Widerstand gegen ein Weltbild, das trennt, was in Wahrheit verbunden ist.

Genau darum geht es in The Last Generations: um Entfremdung als Ursache einer Zerstörung, die wir längst nicht mehr übersehen können. Aber auch um die Möglichkeit, dieser Entfremdung etwas entgegenzusetzen. Nicht als romantische Geste, sondern als Überlebensfrage. Verbindung zur Erde. Verbindung zueinander. Verbindung zu dem, was uns als Menschen überhaupt trägt.

Der Film ist dadurch stärker geworden. Unbequemer. Klarer. Und für mich auch notwendiger.
In den kommenden Monaten steht ein entscheidender Teil der Arbeit bevor, insbesondere die Dreharbeiten in Namibia. Dafür brauche ich weiterhin Unterstützung – nicht, um ein Projekt irgendwie am Leben zu halten, sondern um diesen Film in der Form realisieren zu können, die er verlangt: unabhängig, nah an den Menschen, kompromisslos in seiner Haltung.

Wer dieses Projekt unterstützen kann, hilft ganz konkret. Und wer Menschen kennt, für die dieser Film wichtig sein könnte – Förderer, Redaktionen, Veranstalter, Multiplikator:innen oder mögliche Partner –, kann mir helfen, ihn gezielt weiterzutragen.

Den neuen Trailer halte ich im Moment noch bewusst unter Passwort. Nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil der Film gerade in eine entscheidende Phase geht und ich ihn zunächst mit den Menschen teilen möchte, die ihn bislang getragen haben oder ihn jetzt weiterbringen können. Ihr gehört zu diesem Kreis.

Trailer: https://vimeo.com/1205246756
Passwort: TLGs_Trailer_2026

The Last Generations ist ein Film über eine Welt, die sich selbst verliert.

Und über Menschen, die sich weigern, diese Verbindung preiszugeben.


Over the past few weeks, The Last Generations has moved closer to its core.

The film will not be another documentary about the climate crisis. It does not ask why we know too little. It asks why what we know remains so without consequence.

We analyze the destruction of the foundations of our own lives, calculate it, manage it — and carry on. We call it growth, security, transformation, or development. But behind it often lies the same movement: land is taken, water is poisoned, people are displaced, animals disappear. And somewhere far away, this becomes prosperity.

With Ina Maria Shikongo from Namibia, the film has now found a voice that makes this connection visible with tremendous force. Ina is an artist, an activist, and a woman whose biography is deeply inscribed with the history of liberation struggle, exile, colonialism, and return. Today, she fights against fossil fuel projects, land grabbing, and a form of development that merely dresses old colonial patterns in new clothes.

Through her, it becomes even clearer that the climate crisis does not begin only with rising temperatures. It begins where people are separated from their land. Where rivers, animals, soils, and communities are no longer understood as living relationships, but as resources. Where memory becomes inconvenient because it reminds us whose land this is, who lived there, who was displaced, and who still has not disappeared.

This connects Ina with Juan Pablo Gutierrez, who fights from exile for the survival of his people, the Yukpa in Colombia. And it connects them both with Gesa and Malte, two young people in Europe who are not willing to adapt to a future being taken from them before their eyes.

These stories do not simply stand side by side. They speak to one another. They show different places of the same wound. And they show different forms of resistance against a worldview that separates what is, in truth, connected.

This is exactly what The Last Generations is about: alienation as the cause of a destruction we can no longer overlook. But also the possibility of setting something against that alienation. Not as a romantic gesture, but as a matter of survival. Connection to the Earth. Connection to one another. Connection to what sustains us as human beings in the first place.

The film has become stronger because of this. More uncomfortable. Clearer. And, for me, even more necessary.

In the coming months, a decisive part of the work lies ahead, especially the shoot in Namibia. For this, I still need support — not to somehow keep a project alive, but to make this film in the form it demands: independent, close to the people, uncompromising in its stance.

Anyone who can support this project helps in a very concrete way. And anyone who knows people for whom this film could matter — funders, editors, organizers, multipliers, or potential partners — can help me carry it further in a targeted way.

For now, I am deliberately keeping the new trailer password-protected. Not out of secrecy, but because the film is entering a decisive phase, and I want to share it first with the people who have carried it so far, or who can help carry it further now. You are part of that circle.

Trailer: https://vimeo.com/1205246756
Password: TLGs_Trailer_2026

The Last Generations is a film about a world losing itself.

And about people who refuse to give up that connection.

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