Endlich wieder Poetry Slam

Endlich wieder Poetry Slam

Jun 12, 2021

Oh wow, war für einen wundervoller Tag.image

Endlich wieder auf der Bühne stehen und all die bekannten und neuen Künstler zu treffen, da ging mir heute echt das Herz auf.

Ich kam heute sogar in die Finalrunde und auch wenn ich nicht gewonnen habe, war das mit Abstand der beste Auftritt, den ich bisher hatte. Meine Angst hab ich nicht besiegt, nein, sie wird mir wohl bis zum Schluss als stummer Schatten folgen. Doch ich konnte das innere und physische Zittern kontrollieren. Die Texte sind in den letzten Monaten so etwas wie Mantras geworden. Ich kann sie teilweise in-und auswendig. So kann ich beim vortragen zurück in diese gedanklichen Welten gehen, die sie versuchen zu beschreiben. Und an diesen Orten hat die Angst keine greifbare Macht. Solche Orte liegen tief in unserem Geist, vielleicht sogar außerhalb davon. Ich würde nach dem heutigen Tag sogar so weit gehen zu behaupten, dass unsere Kreativität älter als die Angst ist.

Denn was ist Evolution? Nichts anderes als Kreativität in der Entstehung?

Das Leben gedeiht an den unwirtlichsten Orten, kochend heiße Vulkane, tiefster Permafrostboden, überall tummelt sich Leben, meist ungesehen.

Und so ist es auch möglich, dass in einer angstgepeitschten Wüste eine Rose erblüht.

Zumindest ist es das Bild, dass mir intuitiv wieder in den Verstand kommt, wenn ich auf den heutigen Tag zurück blicke.

Nicht nur haben es Jasmin und Matthew doch noch rechtzeitig zu meinem zweiten Auftritt geschafft, anwesend zu sein, und das war für mich persönlich das Highlight des Auftritts, auch hab ich heute einen ganz besonderen Menschen kennen gelernt.

Also zumindest, wenn man wie ich, nicht mehr an den Zufall glauben kann.

Denn zwischen den Runden hatte das Klanggerüst einen Musiker zu Gast. Jaaaaa...ihr ahnt es jetzt vielleicht schon...einen Rapper.

Ich schaute in sein Gesicht und dachte: „Den kennst du irgendwoher...irgendwoher...“. Ich kann euch nicht sagen woher. Nicht aus diesem Leben. Den Flow und die Texte, die er brachte, harmonisierten sofort mit mir. Und auch mit Markus, der heute zu meiner Herzensfreude zusätzlich dabei war. Die Energie hinter den Texten kommt mir vertraut vor. Fast wie aus meinen eigenen Texten.

Später geh ich zu ihm rüber, geb ihm Props für seinen Auftritt, er erwidert mein Kompliment und meint „nices Shirt“. Ich bedanke mich und er zeigt auf sein eigenes. Beide von Cr7z. Was für ein Zufall.

Später unterhielten wir uns. Er heißt Michael, ich Mike, was auch nur die Kurzform für Michael ist. Und er meint zu mir, auch er würde mich irgendwoher kennen, könne aber nicht sagen woher.

Wie gesagt, ich kann nicht mehr an Zufälle glauben. Zu viel ist passiert, was ich in klaren Momenten oder in Träumen sich vorzeichnete, viele Dinge, die ich schrieb oder malte sind in der ein oder anderen Form so eingetreten. Vieles lässt sich sicherlich mit der Psychologie erklären, Placebo Effekt, selbsterfüllende Prophezeiungen, selektiv-assoziative Wahrnehmung....doch lässt sich das exoterisch (Gegenteil von Esoterik) wirklich bis auf die letzte Unze auseinander nehmen? Ich hab es oft versucht, ohne Erfolg.

Einstein hat es so schön in den Worten zusammengefasst:“ Entweder man glaubt, alles ist ein Zufall, oder man glaubt, alles ist ein Wunder.“. Ich glaube lieber an Wunder.

Und so hoffe ich, dass sich da in der Zukunft etwas wundervolles entwickelt.

Markus und meine Handynummer hat Michael, der Rest steht, wie man so schön sagt, in den Sternen.

Euer Mondkind.

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