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Update für den E-Collecting Pilot- MVP, MCP und Agents

Sep 17, 2025

imagePhoto by Max Kleinen on Unsplash

Drei Wochen iterative Entwicklung

Vor drei Wochen sind wir mit einer ersten Version unseres E-Collecting Pilots am Eröffnugnsevent der Bundeskanzlei live gegangen. Damals haben wir in Bern beim Prototyping Lunch die allerersten Unterschriften und Feedbacks gesammelt — noch im kleinen Rahmen, aber mit dem Ziel, direkt Antworten zu erhalten. Seither haben wir intensiv getestet, nachjustiert und neue Features umgesetzt. Iterativ, Schritt für Schritt, immer wertstiftend, so wie es sich für ein echtes Minimum Viable Product (MVP) gehört.

MVP — mehr als nur ein Prototyp

Schon am Eröffnungsevent kam das Thema MVP auf — unter anderem in einem Beitrag von Nationalrat Gerhard Andrey und Moderator Christian Follini. Follini erinnerte daran, dass das Konzept des MVP wohl in Bern noch unterschätzt wird und im politischen Kontext nicht einfach „irgendein schneller Prototyp” sein darf. Es braucht Sicherheit, Vertraulichkeit, Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit — sonst fehlt das Fundament für Vertrauen.

Gleichzeitig erwähnte Gerhard Andrey: Ein MVP ist immer auch eine Verhandlung.

Und nichtsdestotrotz ein Minimum-Viable-Product, das verhandelt sich und das kann man herunterhandeln, weil es ist dann eine Frage, welches Spektrum wir da tatsächlich abdecken müssen. (Gerhard Andrey — Eröffnungsevent E-Collecting der Bundeskanzlei)

Du kannst den Ausschnitt zum MVP hier noch einmal nachschauen. Zufall, dass der Ausschnitt zu MVP bei 1337 beginnt? https://youtu.be/WGUTi2jSaYw?feature=shared&t=1337

Die zentrale Frage für mich lautet in diesem Fall:

Welche Hypothese wollen wir testen und welches Feedback wollen wir jetzt schon einholen? Alles andere kann und soll in späteren Iterationen folgen.

Von Feedback zu Features

In den vergangenen drei Wochen haben wir genau so gearbeitet: Wir haben Rückmeldungen aus dem User-Testing und dem Eröffnungsevent (Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit) in Bern aufgenommen und in unserem Repository dokumentiert. Daraus sind konkrete Schritte entstanden:

  • Mehrsprachigkeit: Dank Claude Code Agents haben wir die Plattform nach und nach übersetzt. Das ist sicherlich ein wichtiger Punkte für eine Lösung in der Schweiz. Unsere fleissigsten Mitarbeitenden arbeiten zwar schnell, bewertest du ihre Arbeit?

Hast du 5 Minuten Zeit für Feedback zur Übersetzung? Die Credits für unsere Agents haben uns etwas gekostet — zahlst du uns einen Kaffee?

Swiss Design System und das Figma File

GitHub — swiss/designsystem: Webguidelines Bund
Webguidelines Bund. Contribute to swiss/designsystem development by creating an account on GitHub.github.com

Kanton Basel-Stadt Storybook Kanton Basel-Stadt

GitHub — kanton-basel-stadt/designsystem: The unplugin-based library to install to use the Digital…
The unplugin-based library to install to use the Digital Design System by Kanton Basel-Stadt. …github.com

👉 Ihr dürft gerne weitere Punkte zur aktuellen Version melden — wir sind gespannt auf eure Inputs!

Digital-Democracy-Hub-Schweiz/e-collecting-pilot
Diese Webseite ist ein gemeinnütziges Projekt der Zivilgesellschaft. Unser Ziel ist es, Initiativen und Referenden mit…github.com

Die nächsten Features

Schritt für Schritt gehen wir nun unser Konzept von “How low can we go” durch — bis wir eine sichere und datensparsame Lösung haben. Dabei haben wir folgende Themen bereits vorgesehen und suchen Hilfe bei der Umsetzung:

Barrierefreiheit als Priorität

Systemische Verbesserungen

  • Einheitliches Verzeichnis für Volksbegehren: Statt dass jede Gemeinde manuell erfasst, ein schweizweites, interoperables System

  • Öffentliche Statistik: Transparenz statt Kontrollfunktion durch Komitees

  • Rückmeldung an Komitees: Wenn QR-Codes auf Unterschriftenbogen funktionieren, müssen Komitees wissen, wer unterschrieben hat

  • Opt-out für Papierprozess: Nach dem Unterschriften-Bschiss sollte E-Collecting ermöglichen, sich vom analogen Weg abzumelden — etwas das auch schon am Eröffnungsevent besprochen wurde.

Wir brauchen eure Unterstützung

Der Pilot verschlingt Geld — Geld, das wir als gemeinnütziger Verein nicht haben. Während etablierte Sammelfirmen trotz Problemen weiter operieren, entwickeln wir die Lösung ehrenamtlich.

Unterstützt ihr uns mit einem Kaffee oder einem Abo?

Der Verein Digital Democracy Hub Schweiz gestaltet die Zukunft der direkten Demokratie in der Schweiz — digital unterstützt, barrierefrei und vertrauenswürdig. Ab 2026 ermöglichen wir mit E-Collecting allen Menschen, Volksbegehren sicher und einfach zu unterzeichnen — auf der Strasse wie im Netz. Dabei stärken wir das Vertrauen in demokratische Prozesse und schaffen eine inklusive Teilhabe für alle.

Morgen im Bundeshaus, übermorgen in der Schweiz

Während ich das schreibe, bereiten wir uns auf unsere Demo morgen im Bundeshaus vor. Parlamentarier:innen werden unseren Pilot in der Wandelhalle testen und erleben, was in drei Wochen intensiver, iterativer Entwicklung möglich ist. Sie werden sehen, wie digitale Demokratie funktionieren kann — sicher, transparent und ohne die Probleme, über die heute berichtet wird.

Das ist kein Zufall. Das ist die Zukunft.


Danke für euer Vertrauen in unsere Arbeit. Gemeinsam machen wir die Schweizer Demokratie fit für das digitale Zeitalter — einen Schritt nach dem anderen.

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