Seit März 2025 gilt die Asiatische Hornisse in Deutschland als „weit verbreitet“. Damit ist die Pflicht entfallen, jedes Nest zu beseitigen. Der Bund verweist auf die Länder, die Kommunen auf die Grundstückseigentümer. Am Ende suchen und entfernen Imker und Ehrenamtliche die Nester, mit eigener Zeit, eigener Ausrüstung und auf eigenes Risiko.
Dieser Kommentar zeigt, warum das keine wissenschaftliche Notwendigkeit ist, sondern eine politische Entscheidung, die als Wissenschaft auftritt. Aus „nicht mehr ausrottbar“ folgt nicht „nicht mehr finanzierungswürdig“. Belegt wird das mit der Antwort der Bundesregierung, mit den Daten aus NRW und dem Saarland und mit den gegensätzlichen Regelungen von Bund, Ländern und Kommunen. Dabei bleibt der Text bei den Zahlen genau: Er unterscheidet Meldungen von Nestern und Hinweise von Belegen und behauptet keine Kausalität, die die Daten nicht tragen.
Enthalten sind 7 Seiten im Format eines Fachkommentars mit 3 Tabellen, 1 Abbildung und 28 Quellen. Der Text ist Teil 2 der Reihe zum deutschen Management von Vespa velutina. Er richtet sich an Imkerinnen und Imker, Naturschutzverbände, Kommunen und alle, die in der Debatte mit Argumenten statt mit Parolen arbeiten wollen.
Teil 1 untersucht, wie das Maßnahmenblatt die ökologischen Auswirkungen bewertet.